
GOLDENES DIPLOMANDENTREFFEN
Der Lauf der Zeit...
... und plötzlich wundert man sich, dass es keine Zeitzeugen mehr gibt.
Am Freitag, 29.10.2010, besuchten 11 der 15 noch lebenden Teilnehmer
des Diplomjahrganges 1959/1960 die Badische Malerfachschule.
Zu diesem Goldenen Diplomandentreffen konnten der Schulleiter Ralf Dyck,
sein Stellvertreter Pirmin Wilhelm und für das Spektrum e.V. Klaus Stöhr
Hans Brunner___aus Pfullendorf
Heinrich Buchgeister__aus Kirchzarten
Theo Frick__aus Herxheim
Siegfried Greger__aus Köln
Friedrich Kurz__aus Kappel
Albert Neumaier__aus Pfaffenweiler
Johann Reichle__aus Ravensburg
Heinrich Scherzer__aus Röthenbach
Günter Volk__aus Groß-Gerau
Norwin Walter__aus Mettlach
Franz Ziegler__aus Groß-Gerau
und einen Großteil ihrer Ehefrauen begrüßen.
Begleitet wurden sie von Friedberd Dietsche aus Oberkirch.
Sie hatten nach ihrer Meisterausbildung in Lahr ein weiteres Semester
angeschlossen und am 31. März 1960 die Berechtigung erhalten,
sich „Inhaber des Diploms der Badischen Malerfachschule Lahr“ zu nennen.
Der Zusammenhalt wird vor allem durch Heinrich Buchgeister und
Norwin Walter gepflegt und durch regelmäßige Treffen aufrecht erhalten.
Das letzte Treffen in Lahr war allerdings vor 25 Jahren 1985.
Ein erstes Beisammensein mit dem Schulleiter hatte es am Vorabend
im Hotel Dammenmühle gegeben. Diese Kontaktaufnahme war dem
persönlichen Kennenlernen gewidmet.
Einzelne Teilnehmer hatten Dokumente, Photos und Arbeitsproben
mitgebracht. Angeregte Gespräche und Berichte ließen den Abend
schnell vergehen.
Nach der kurzen Begrüßung im kleinen Konferenzraum der Schule
begann der Schulrundgang mit dem Schulleiter. Die 50er hatten die
Schule zu einer Zeit erlebt, als nur der 4. Stock für den Unterricht
der BaMaLa genutzt wurde. Ihr Hauptarbeitraum war die jetzige Aula.
Jetzt erlebten Sie eine Schule, in der alles im Zeichen der Farbe
steht und der Schulleiter stolz von den Innovationen der letzten Jahre
berichtete. Beim Rundgang durchs Haus traf man allerorts auf
Vorbereitungen für den Tag der offenen Tür am 30.10.2010. Interessiert
wurden ausgestellte Schülerarbeiten kommentiert.
„Wir sind stolz auf unsere Bamala, die sich so zu ihrem Vorteil
entwickelt hat“, sagte Heinrich Buchgeister. „Einen Schulleiter wie
Herrn Sperling, der uns morgens mit der Zigarre in der Hand am
Geländer des vierten Stocks begrüßte, kann man sich heute nicht
mehr vorstellen! Herr Sperling wohnte gegenüber der Schule im
Friedensheim und jeden Morgen brachte ihm seine Frau den
Pausenkaffee durch das Nordtreppenhaus.“
„Wir gingen immer langsam nach den Pausen die Treppen hinauf,
damit im Zeichenunterricht die Hände ruhig blieben“, berichtete
Siegfried Greger. Wie ruhig seine Hände gewesen sein mussten,
belegte er anhand seiner mitgebrachten Schülerarbeiten.
„Für unsere Treffen in den letzten Jahren war es immer wichtig,
dass es sich nicht um reine touristische Veranstaltungen handele“,
so Norwin Walter. „Deshalb haben wir Frau Ruder eingeladen,
die einen Vortrag über die Juden in Lahr hält. Frau Gardy-Käthe
Ruder brachte 2003 das Stolperstein-Projekt nach Lahr.
Der Stolperstein in Erinnerung an ihre Großmutter ist heute im
Eingangsbereich der Friedrichschule zu finden, dort, wo ihre
Großmutter zur Schule gegangen ist".
Bewegt von einem mitnehmenden Vortrag verließ die Besuchergruppe
am späten Nachmittag die Schule in die gemeinsame Freizeit des
Abends und des Wochenendes.
Einige 50er ließen es sich nicht nehmen „ihre“ Bamala am Samstag
während des Tages der offenen Tür ein weiters Mal zu besuchen.
Schulleiter Ralf Dyck: „Diese Berichte vom Schulleben an der Bamala
mit ihren Anforderungen, Ihrem besonderen Zusammenhalt, aber auch
den ausgelassenen Festen habe ich begierig aufgesaugt.
Ich werde nicht mehr häufig die Gelegenheit haben, persönliche Bericht
von Zeitzeugen zu hören.“
TEXT:RALF DYCK//FOTOS:KLAUS STÖHR//NOV_2010

WIEDERSEHEN MIT DER SCHULE NACH 40 JAHREN
Liegt Lahr hinter dem Mond?
>> Am Samstag, 15. Mai. 2010, besuchten 7 ehemalige Meisterschüler
in Begleitung ihrer Ehefrauen die Bamala.
Schulleiter Ralf Dyck begrüßte die Gäste mit einem kleinen Umtrunk.
Herr Gass, ehemaliger
Schulleiter, hatte den Besuch organisiert.
1968 hatten sie mit dem 1. Wintersemester begonnen, 1970 endete
das sog. „Diplomsemester“ mit dem Titel Diplommalermeister.
„Am 21. Juli 1969 war der erste Tag unserer theoretischen Prüfung als
Maler- und Lackierermeister. Sie begann um 8 Uhr.
Keiner von uns war in dieser Nacht vom 20. zum 21. vor 4 Uhr zu Bett gegangen,
alle hatten gespannt am Fernseher die erste Mondlandung verfolgt.
So ein geschichtsträchtiges Ereignis konnten wir uns doch trotz aller
Anspannung vor der Prüfung nicht entgehen lassen!“
„Unsere ehemalige Schule zeigt sich in einem sehr ansprechenden Bild,
unser ehemaliger Klassenraum ist frisch renoviert, hat eine Schalldämmung
erhalten. Die Lackiererei mit den zwei neuen Kabinen hat ihr Bild total
verändert, nur der alte Trockenofen tut immer noch seine Pflicht.
Überrascht sind wir vor der Ausstattung mit neuen Technologien und der
Sauberkeit im Schulgebäude.
Wir nehmen positive Eindrücke mit nach Hause und werden schon
bald zum Tag der offenen Tür im Oktober wiederkommen!“
Am Samstag den 14. Mai besuchten ehemalige Schülerinnen und Schüler,
die vor 40 Jahren den Titel Diplommalermeister abgelegt haben,
die Badische Malerfachschule.
Die Führung durch´s Haus machte die Ehemaligen stolz auf Ihre alte Schule.
Wir freuen uns, Ehemaligen Schülerinnen und Schüler die Schule zu zeigen -
melden Sie sich einfach bei uns.
RALF DYCK//KLAUS
STÖHR//MAI_2010
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